Corona darf kein Grund für eine Prämienerhöhung ihrer Krankenkasse sein

Corona Krise Prämienerhöhung Krankenkasse Schweiz

Die Corona Krise ist eine grosse Belastung für unser Gesundheitswesen. Personalmangel und Kurzarbeit sorgen für gewaltige Umsatzeinbussen.  Händeringend suchen die Spitäler Personal, um zusammen mit der Armee und Freiwilligen der gefürchteten Welle von Corona Patienten standhalten zu können. Die Situation der vergangenen Tage hat uns schonungslos aufgezeigt, wo wir noch wesentlich flexibler werden müssen und in welchen Bereichen noch dringend für genügend Infrastruktur und Personal gesorgt werden muss.

Selbst auferlegte Einschränkungen führten mancherorts zu Kurzarbeit

Die vom Bundesrat beschlossenen, vorsorglichen Massnahmen zeigten Wirkung. So konnten beispielsweise trotz genügend freier Betten, Wahleingriffe nicht mehr durchgeführt werden. Und selbst Schwerkranke, machten einen grossen Bogen um die Spitäler, vor lauter Angst, sich mit dem Coronavirus zu infizieren oder einem Corona Patienten das Bett wegzunehmen. Darum haben bereits die ersten Krankenhäuser, Gesuche auf Kurzarbeit eingereicht. Auch in Arztpraxen und Therapieeinrichtungen herrscht gähnende Leere. Die Menschen bleibt lieber zu Hause und verzichtet auf nicht zwingend nötige Untersuchungen und Therapien.

Die Androhung einiger Krankenkassen, dass sich aufgrund der Corona Krise die Prämien erhöhen werden sind nicht sehr fundiert. Diese drei Gründe sprechen dagegen:

  1. Eine gesunde Krankenkasse hat genügend Reserven. Diese Reserven wurden unter anderem dafür geäufnet, solche Risiken auf der Prämienseite auszugleichen. Diese Reserven sollten für die Kosten der Corona Patienten ausreichen. Wir dürfen hierbei auch nicht vergessen, dass die Kantone 55 Prozent der stationären Spitalleistungen bezahlen und die Krankenkassen lediglich für 45 Prozent dieser Kosten aufkommen müssen. Die Verbandskassen des VSVV sehen der bevorstehenden Prämienrunde entsprechend gelassen entgegen.
  2. Durch den vom Bundesrat beschlossenen, vorsorglichen Lockdown und die gleichzeitige Panik der Bevölkerung, sich beim Arzt oder im Spital mit dem Coronavirus anzustecken, haben Ärzte und Therapeuten keine Patienten mehr und auch komplette Spitalabteilungen sind praktisch menschenleer. Dieser Umstand wird sich bereits im ersten Quartal 2020 und vor allem dann im zweiten Quartal 2020 positiv auf der Ausgabenseite der Krankenkassen bemerkbar machen. Spannend zu sehen wird auch sein, wie gross der Nachholbedarf an medizinischen Leistungen nach Corona sein wird. Fällt der Nachholbedarf eher klein aus, würde dies eindrücklich belegen, dass wir zuvor viel zu viel unnötige Untersuchungen und Behandlungen zu Lasten der Grundversicherung «verkonsumiert» haben.
  3. Wichtig zu wissen ist auch, dass die Corona-Vorhalteleistungen von Bund und Kantonen bezahlt werden müssen und nicht von den Krankenkassen. Ohne verbindliche Kostendaten können diese Ausgaben weder im ambulanten Tarmed- noch im stationären DRG-Tarifsystem ausgewiesen werden.

VSVV Mitglieder profitieren von der Kraft einer starken Gemeinschaft

VSVV Gemeinschaft Corona

VSVV stellt klar: Weder die Tests für das Virus noch die medizinischen Behandlungen der an Covid-19  erkrankten Menschen können der Grund für eine Extraprämienerhöhung sein. Wer sich Sorgen um seine Gesundheit wegen Corona macht sollte daher verstärkt auf die oftmals ungenügenden Leistungen der Zusatzversicherungen schauen. Denn auch das hat die gesundheitspolitische Diskussion deutlich gezeigt – punkto Prämien und Versicherungsschutz herrscht hier der grösste Nachholbedarf!

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29. Apr 2020

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