Rega: Wenn der «falsche» Helikopter kommt!

Rega-Gönner muss für die Kosten der Flugrettung selbst aufkommen.

Zum Unglück kommt auch noch Pech hinzu. Ein jahrelanger Gönner der Rega hatte einen Herzinfarkt. Anstelle der Rega kommt jedoch ein Hubschrauber eines Konkurrenzunternehmens – und kaum eine Woche später eine gewaltige Rechnung.

Nicht jeder Helikopter hat etwas mit der Rega zu tun

Es kann sich durchaus lohnen, Gönner der Rega zu sein. Wenn man als Gönner von der Rega erbrachte Hilfeleistungen in Anspruch nehmen muss, erhält man die Einsatzkosten erlassen.

Dies dachte sich auch Kurt Huber (Name geändert). Jahrzehnte lang hat er den Gönnerbeitrag pünktlich überwiesen. Die Mitgliederkarte der Rega hatte er immer in seinem Portemonnaie. Im August letzten Jahres erleidet der 56-Jährige aus Konolfingen BE auf einer Tour mit seinem Mountainbike einen Herzanfall. Ein Passant findet ihn und ruft den Notruf 144. Die Ambulanz kommt und die Rettungsflugwacht wird alarmiert. Aber es ist nicht der rote Rega Helikopter welcher am Himmel zu sehen ist, sondern das gelbe Fluggerät eines der vielen Konkurrenzunternehmen in diesem hart umkämpften Markt.

Zum Leid kommt noch finanzieller Schaden

Für Kurt Huber kommt jede Hilfe zu spät – er verstirbt noch am Unfallort. Rund eine Woche nach dem tragischen Vorfall flattert den Hinterbliebenen eine Rechnung über 6’000 Franken ins Haus. Die Hälfte wurde von der Krankenkasse übernommen, für den Rest musste Hubers Familie aufkommen.

Die Rega blieb hart und berief sich auf Ihre Reglemente. Sie schrieb der Familie Huber: «Gemäss den Gönnerbestimmungen könne die Rega nur Kosten erlassen, wenn sie den Rettungseinsatz selbst geflogen hätten». Da dies jedoch nicht der Fall war, blieben Hubers auf den Kosten sitzen.

Rega ist keine Versicherung!

Familie Huber wusste bis dahin nicht, dass die Gönnerschaft bei der Rega keine Versicherung ist. VSVV weiss: «Viele wiegen sich mit der Bezahlung des Gönnerbeitrags in falscher Sicherheit». Es ist ganz wichtig zu wissen, dass bei einem Notruf nicht automatisch die Rega kommt.

Rega-Sprecherin Corina Zellweger findet klare Worte: «Die Situation mit dem nicht ins nationale Rega-Einsatzdispositiv eingebetteten Rettungshelikopter sei unbefriedigend. Diesen in die schweizweite Luftrettungskoordination der Rega einzubinden, wäre insbesondere für die Patienten sinnvoll».

Wieviel übernimmt Ihre Krankenkasse?

Für Transportkosten in der Schweiz und im Ausland sehen die Krankenkassen aus der Grundversicherung nur eine Übernahme von 50 Prozent bis maximal 500 Franken der Kosten pro Kalenderjahr vor! Und Kosten, welche aufgrund einer Rettung aus einer lebensbedrohlichen Lage entstehen, sind im Ausland gar nicht versichert, lediglich in der Schweiz beteiligen sich die Krankenkassen mit 50 Prozent bis maximal 5000 Franken pro Kalenderjahr.

Es ist darum dringend empfohlen, die Deckung mit einer entsprechenden Zusatzversicherung zu ergänzen. Vorsicht: Viele Krankenkassen scheuen dieses Risiko und beschränken Kranken- und Unfalltransporte, Rettungs- und Rückführungskosten auf maximal 10'000 - 20'000 Franken pro Kalenderjahr.

Die Verbandskassen des VSVV gehen diesbezüglich einen grossen Schritt weiter und schützen Sie und Ihre Familie mit bis hin zu 100'000.— Franken pro Jahr! Unser Beratungsdienst steht Ihnen bei Fragen zum Versicherungsschutz gerne zur Verfügung.

Rega Mitglieder und VSVV

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28. Sep 2020

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