Verzug bei den Krankenversicherungen: tausenden Versicherten fehlt die neue Versicherungskarte

2022 war ein Jahr mit ausserordentlichen Prämienerhöhungen in der Krankenversicherung. Rund ein Viertel aller Schweizer Haushalte wechselten Ihre obligatorische Grundversicherung per 01.01.2023 zu einem attraktiveren Anbieter. Dies führt bei den Gesellschaften zu Problemen bei der Auslieferung der neuen Versicherungskarten, welche massiv verspätet bei den Versicherten eintreffen. Der administrative Aufwand im Gesundheitswesen steigt – und kann auf Reisen zu Problemen führen. Voraussichtlich warten zehntausende Schweizerinnen und Schweizer  zum Jahresbeginn immer noch auf ihre Versichertenkarte. Der Grund für das Problem ist, dass die Kartenbestellungen sämtlicher Krankenkassen über die Sasis AG laufen. Die Tochtergesellschaft des Krankenkassenverbands Santésuisse verzeichnet dreimal mehr Bestellungen von Versichertenkarten als üblich. Weil die Kapazität beim Kartenhersteller beschränkt sei, komme es nun zu Verzögerungen, wird ein Sprecher zitiert.  

Nicht alle gleich betroffen

Betroffen sind sowohl Kunden, die aufgrund eines Kassenwechsels neue Karte benötigen, als auch solche, deren bisherige Karte abgelaufen war. Bei der Helsana sollen rund 20'000 Personen betroffen sein, bei der CSS rund 14'500. Weitere Krankenkassen wie KPT, Assura oder Swica nennen keine Zahlen, bestätigen aber diesbezügliche Probleme. Nicht alle Kassen seien aber betroffen. Beispielsweise habe die Concordia alle Versichertenkarten rechtzeitig ausgestellt. Dies, weil die Engpässe vorausgesehen wurden und beim Hersteller frühzeitig ein Produktionsslot reserviert wurde.  

Diese Probleme können entstehen

Das Problem soll innert der kommenden drei Wochen gelöst sein. Vorläufig kann das Fehlen von Versichertenkarten aber diverse Probleme bereiten. Ärzte und Spitäler beispielsweise haben einen erhöhten administrativen Aufwand, weil sie die Patientendaten manuell erfassen müssen. Zudem kann das Fehlen der Versicherungskarte bei Reisen zum Problem werden. Bei einer medizinischen Versorgung muss dann möglicherweise eine Kreditkarte hinterlegt oder bar bezahlt werden.  

Unnötige Kosten zu Lasten der Versicherten

Nicht nur bei den Krankenversicherungen generiert der Verzug Mehrkosten und administrative Aufwendungen (verunsicherte Neukunden) sondern auch bei den Leistungserbringern.  Die zusätzlich verursachten Kosten hätte man mit gezielter Ressourcenplanung vorzeitig lösen können. Der Prämienschock auf das Jahr 2023 war allen Beteiligten rechtzeitig bekannt, meint Peter M. Adam, Präsident des Verband Schweizerischer Versicherungsnehmer und Versicherungsmakler (VSVV).  
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08. Jan 2023

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